Was ist heutzutage (noch) umsonst? | Kleiner Blogeinblick für Nicht-Blogger

Letzt hat ein Kollege mit mir über meinen Blog geredet. Ich hatte am Abend zuvor eine 20er Jahre Varieté-Show besucht und er meinte, ich könne doch darüber schreiben oder eben allgemein was bei mir so am Tag passiert. Könnte ich, mache ich aber eher selten und wenn dann spontan und ungeplant. Warum? Weil ich Bloggerin bin und niemand der seinen Terminkalender mit Notizen online stellt. Ich finde es zwar schön, wenn andere Menschen eine Meinung zu meinem Blog oder dem Bloggen haben, aber man merkt genau an solchen Aussagen, dass sie im Grunde von der Materie nicht wirklich viel verstehen bzw. nicht verstehen, dass man nicht bloggt, um das zu schreiben was andere gut finden, gerne lesen würden oder Vorschläge umsetzt nur weil jemand gesagt hat, man könne doch über dies oder jenes schreiben, sondern um das zu schreiben, was einem selbst gefällt und wie es eben beim Bloggen ist, spontan schreibt was einem in den Sinn kommt oder über Themen, die einen bewegen. (An die Blogger: Wie seht ihr das???)

Und nun zum Thema: Was ist heute (noch) umsonst? Da dieser Blogartikel schon von Anfang an anders angefangen hat als üblich, nämlich mit einem komplett anderen Thema und Bloggen dabei auch eine Rolle gespielt hat, schreibe ich nebenbei auch ein wenig darüber, um vielleicht Nicht-Blogger insgesamt besser abzuholen.

Zunächst: Wie bin ich auf das heutige Thema gekommen?

Da ich von Natur aus ein Mensch bin, der gerne lächelt, habe ich damit jemandem die Frage ‚Warum lächelst Du?‘ entlockt mit der Antwort ‚So eben. Es kostet ja nichts.‘. Das hat mich wiederum zu der Frage gebracht, die ich mir im Titel stelle: Was ist heute (noch) umsonst? Und das beantwortet wiederum die Frage wie ein Blogartikel entstehen kann. Er kann aus einer simplen Situation, einem kurzen Moment heraus entstehen. Dieser Moment ist umsonst. Werbegeschenke sind umsonst. Ein Lächeln ist umsonst. Herzlichkeit ist umsonst. Jemandem die Tür aufhalten ist umsonst. Freundliche Worte sind umsonst. Trotz dass es Sachen gibt, die umsonst sind, ist heutzutage fast nichts mehr umsonst und dennoch geben wir lieber Geld aus, um Dinge zu besitzen als in unsere Mundwinkel Kraft zu investieren und anderen damit eine Freude zu bereiten oder sie ebenfalls zum Lächeln zu bringen oder jemandem zu sagen, dass er heute besonders schick angezogen ist oder sich mit seiner aktuellen Projektarbeit sehr positiv hervor hebt? Wenn so vieles schon Geld kostet, wieso nicht mehr in die kostenfreien Dinge investieren? Und so wie ich es gerne mache, einfach mal lächeln 🙂
Dieser Artikel sollte eine Randnotiz werden, ein kurzer, aber wie ich finde wichtiger Gedankengang, weil ich oft das Gefühl habe, dass jeder unheimlich mit sich selbst beschäftigt ist, Menschen generell zu viel Mist kaufen, den sie nicht brauchen und ich mich oft frage, warum die Menschen manchmal nicht etwas herzlicher miteinander umgehen. Ist es denn wirklich so schwer mal jemandem eine Umarmung zu geben? Ist es wirklich so schwer liebe Worte zu formulieren und diese aufrichtig an jemanden zu richten? Ist es wirklich so schwer seine miese Laune beiseite zu schieben (andere können dafür nun wirklich nichts) und einfach zu lächeln (das hebt die Laune nämlich automatisch)? Anscheinend manchmal schon. Ich bin auch nicht perfekt und ständig gut drauf, aber wenn ich eines hoffentlich niemals ablegen werde ist das mein Lächeln, denn es gibt mir am Ende mehr zurück als ich investiert habe. Nach dieser gedanklichen Wendung, die sich spontan ergeben hat, könnte nun auch der Titel des Beitrags anders heißen, z.B. ‚Warum es sich lohnt zu lächeln‘.

In diesem Sinne und mit einem Lächeln ♥ Caro

4 Kommentare zu „Was ist heutzutage (noch) umsonst? | Kleiner Blogeinblick für Nicht-Blogger

  1. Guten Morgen Caro,
    (m) eine Sichtweise, warum man bloggt (anstatt zu reden mit realen Menschen(1.Punkt)) ist folgende: Ich blogge über Dinge, die mich in irgend einer Weise beschäftigen. Ganz selten schreibe ich etwas, was Leser wünschen, und das aus verschiedenen Gründen. Zum einen kann ich nur ahnen, was “die Leser” sich wünschen, außer sie kommunizieren es, zum anderen setzt sich eine Gemeinschaft an Lesern aus sehr verschiedenen Menschen mit noch verschiederneren Hintergründen zusammen. Ein Blog beinhaltet verschiedene Themen, welche ihre jeweiligen Interessenten hat.
    Mein Blog hat schon viele Entwicklungen vollzogen, er lebt sozusagen, und verändert sich ständig vom Inhalt her, nur der Titel blieb.
    So lebt zumindest mein Blog vom Gefühl der Alltäglichkeit, und es erscheint, was mir in den Sinn kommt.
    Eine besinnliche Weihnachtszeit wünsche ich Dir, freundliche Grüße vom Mittelrhein, Olaf

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    1. Lieben Dank für den tollen Kommentar und Deine Sicht auf das Bloggen, Olaf ❤ Ich blogge nun fast ein Jahr und lerne ständig Neues dazu (am Anfang hatte ich noch einen Blogplan 🙈). Ich liebe es zu schreiben und noch mehr, wenn ich über etwas schreibe das mich bewegt – das sehe ich wie Du. Ich denke, das kann Bloggen grundsätzlich ausmachen. Danke und ein frohes Fest, Olaf 🎄❤

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  2. Gerne und danke für die Antwort, nun schließe ich den Besuch auf Deinem Blog mit einem Folgen ab, es war kurzweilig bei Dir und ich habe einige Artikel gefunden, die ich lesen werde… Weiter so, möchte ich sagen, das Bloggen hat schon was befreiendes und die Reflektionen zu sich selbst sind wahrlich interessant. Liebe Grüße nochmals und bis irgendwann, Caro… 😊

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