Bloggen: Von dem perfekten Einstieg in einen Blogbeitrag, einer Angststörung und Shakshuka

Nicht selten denke ich nachdem ich einen Blogbeitrag veröffentlicht habe: Oh man, das wäre ein perfekter Einstieg in das Thema gewesen ODER Wenn ich doch nur so angefangen hätte. Hätte. Ein doofer Konjunktiv, der nur die Selbstkritik zum Vorschein bringt, die ich wohl ständig mit mir herum trage wie ein leidiges Accessoire, das zu meiner Jeans passt. Bei Blogartikel-Titeln ist es ähnlich. Ich schreibe aus dem Bauch raus und werfe dann scheinbar passende Fetzen oben drüber und im Nachhinein wären andere Fetzen viel geeigneter gewesen. Im Normalfall ärgert mich das nur kurz und ich sage mir: Das nächste Mal mache ich es besser. Beim Thema Angst bzw. Angststörung habe ich gefühlt Titel und Einstieg verkackt. Der Begriff Angststörung hätte mindestens im Titel auftauchen müssen und nach der Veröffentlichung ist mir eine Situation eingefallen, die damals unheimlich einschneidend war und ziemlich passend für den Anfang gewesen wäre:

Sie sitzt mit einer guten Freundin draußen bei einem Bäcker in der Innenstadt. Der Hunger in ihrer Magengrube lässt sie an die reich bestückte Theke fünf Meter entfernt denken. Sie sitzt da. Wie gelähmt. Die einzigen Worte, die sie in diesem Moment hervorbringt: Ich habe Angst mir eine Brezel zu kaufen. Was sie in diesem Moment noch nicht weiß ist, dass sie an einer Angststörung leidet.

Der andere Einstieg zum Thema Angst und Angststörung war auch gut und wurde genau auf diese Weise erlebt, aber die Situation beim Bäcker hätte diese Art der Störung wohl noch ein wenig besser getroffen, insbesondere weil diese Situation für normale Menschen nicht nachvollziehbar ist. Für mich heute auch nicht mehr. Damals vor gut drei Jahren war das mein Lebensalltag. Heute sieht er anders aus. Wie ich nun den Bogen zu Shakshuka schlage? Schwierig, aber ich versuche es mal mit einem guten Einstieg in einen Blogbeitrag 😉

Als ich zum ersten Mal von dem Gericht Shakshuka gehört habe, dachte ich: Waaaaas??? Wie heißt das? Ich konnte mir den Namen nicht behalten, aber sehr wohl die Zutaten und wie es zubereitet wird. Ein Phänomen bei mir was besonders Rezepte und Essen im Allgemeinen betrifft. Beim Zuhören hatte ich schon (wieder) Hunger und konnte es kaum erwarten das endlich selbst zu kochen (so als Alternative zum meinem Salat mittags oder als Frühstück am Wochenende). Bei dem Gericht handelt es sich um eine nordafrikanische und israelische Spezialität, die besonders in Kombination mit Fladenbrot himmlisch schmecken soll. Ich habe es dann auf meine Art gekocht und auch gegessen. Da ich momentan versuche weitestgehend auf Gluten zu verzichten, gab es mein Shakshuka ohne Brot und ohne Chilischoten (scharf ist nicht so meins) pur auf den Teller und es war trotzdem himmlisch.

Zutaten
1 rote Paprika
2 Tomaten
1/2 rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
etwas italienische Kräuter (TK)
Salz
Olivenöl
2 Eier

Zubereitung
Zwiebeln und Knoblauch auf kleiner Stufe in einer beschichteten Pfanne und mit Olivenöl andünsten. Paprika und Tomaten klein schneiden und mit noch mehr Olivenöl anbraten. Deckel drauf und auf kleiner Stufe anbraten. An dieser Stelle immer schauen, dass genügend Flüssigkeit in der Pfanne ist. Zur Not etwas Wasser oder noch mehr Olivenöl dazugeben. Nach 10-15 Minuten mit Kräutern und Salz würzen. Nochmal etwas ziehen lassen. Zum Schluss zwei Eier darüber geben (direkt über der Pfanne aufschlagen). Im Grunde wären es pochierte Eier. Bei mir war es ein Mix aus pochierten Eiern und Spiegelei. Die Pfanne kann, nachdem die Eier durch sind, auf ein Holzbrett direkt auf den Esstisch gestellt werden. Nach Belieben entweder pur oder mit Fladenbrot genießen. Beides ist superlecker!

PS: Der rote Faden zum Thema heute? Es gibt keinen erkennbaren, aber ich hatte keine Angst die Zutaten für das Shakshuka im Supermarkt einzukaufen 🙂

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