Möbelstück aus Europaletten – TEIL 2: Die unsichtbare Couch und meine Einstellung zu einer Wohnung mit Baustellenflair

Zunächst einmal: Wie heiß ist es eigentlich momentan? Und hat irgendjemand eine kleine Klimaanlage, die er mir in meiner Wohnung installieren kann? So ein interner Lüfter wäre jetzt auch etwas Tolles – in Stufen einstellbar von Intensität und Temperatur. Die Wohnung heizt sich nämlich bei dieser Sonneneinwirkung (da verfluche ich das Flachdach und die schöne Lage fast) so schnell auf, dass eine Sauna ein Scheiß dagegen ist! Ich laufe gegen Wärmewände und alles klebt nach kurzer Zeit an mir, weil meine Schweißdrüsen denken sie könnten mal wieder ein bisschen was absondern um meinen Körper zu kühlen. Bähhhhh! Also seid mir nicht böse, wenn ich den Artikel kurz halte und danach schaue wie ich mich abkühlen kann.

europaletten_anfang

Ich hatte im ersten Teil zu dem Möbelstück aus Europaletten schon ganz kurz am Rande erwähnt, dass ich ein ziemliches Möbel-Chaos hinter mir habe. Nach diesem Chaos und weil ich danach gar keine Couch mehr in der Wohnung hatte, habe ich beschlossen selber eine kleine Couch zu bauen. Und so fing das Ganze an: Zunächst habe ich mich für die klassische Variante aus Europaletten entschieden – ebay Kleinanzeigen – kurz angeguckt – nicht schlecht – gekauft (3 Paletten zusammen 24 €). Dazu habe ich Schleifpapier, einen Schleifpapierhalter, Klarlack zum Grundieren und weiße Farbe (ich liebe weiße Möbel!) für den Anstrich gekauft.

Vorgehensweise
1) ggf. Zuschneiden schleifen
Die Paletten je nach Belieben zuschneiden. Ich hatte vor die Standardlänge (120 cm) zu lassen, aber von der Tiefe (ursprünglich 80 cm) etwas wegzunehmen, sodass die Paletten am Schluss nur zwei Querbalken statt drei haben (Tiefe: 48 cm). Hierfür reicht eine Handsäge.
2) Paletten abschleifen
Zunächst hatte ich keine wirkliche Ahnung, warum ich die Paletten abschleifen soll, aber Google weiß es. Kratzer, Schmutz, Splitter etc. werden durch das Abschleifen reduziert, die Oberfläche ist dadurch glatt und kann auch besser nachbearbeitet werden. Und schon wieder was gelernt 😉
3) Lackieren
Hier habe ich mit einem Klarlack aus dem Baumarkt die Paletten zunächst grundiert, 24 Stunden trocknen lassen und danach mit weißer Farbe angestrichen. Zum Auftragen der Farbe kann bei den größeren Flächen eine kleine Rolle mit Schaumstoffaufsatz verwendet werden, handelsübliche und breite Pinsel reichen aber auch vollkommen. Lack und Farbe vor dem Gebrauch gut umrühren, da sich schwerere Bestandteile am Boden absetzen können.
4) Paletten verbinden verbindung_paletten
Um die Paletten miteinander zu verbinden habe ich Löcher ausgemessen und diese entsprechend der 6 mm Schrauben in die Paletten gebohrt (4 Stück insgesamt, Aufsatz für Holz) und im Anschluss mit einer Mutter festgezogen. Ursprünglich sollte die kleine Couch noch eine Lehne bekommen. Da an den vorgesehenen Verbindungspunkten der Holzlatten die Höhenunterschiede zu groß waren und ich dadurch keine Winkel zum Verbinden anbringen konnte, muss die unsichtbare Couch auf eine Lehne verzichten und bekommt statt dessen den Namen „Bank“.
5) Filz-Gleiter anbringen
Um den Boden zu schonen, habe ich am Schluss noch Filz-Gleiter angebracht, die dafür sorgen, dass der Boden nicht unnötig demoliert wird.
6) Sitzpolster
Ein passendes Polster habe ich noch nicht rausgesucht, aber die selbst gestrickte Decke und zwei handgefertigte Kissen von arrivato sind für mich momentan perfekt und zweckmäßig.

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So und nun fragt ihr Euch was das vielleicht soll? Ist doch anstrengend etwas zu bauen und kaufen ist praktischer. Dachte ich auch. Als ich die große Couch für meine Wohnung gekauft hatte, war ich mir sicher sie lange zu behalten, jeden Tag zu benutzen und ständig darauf rumzulümmeln. Dass sich dann doch alles anders entwickelt hat, habe ich nicht wissen oder ahnen können. Als ich entschlossen habe die Couch zu verkaufen (und ich wusste ich würde nach einem knappen Jahr nicht mehr den vollen Preis für ein gebrauchtes Textilmöbelstück bekommen), habe ich für mich festgestellt, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, Möbel entweder selber zu bauen oder günstig auf dem Flohmarkt bzw. bei ebay Kleinanzeigen zu kaufen, um auf Unvorhergesehenes oder gelegentliche Umräumaktionen (hier und da mag ich kleine Veränderungen sehr) flexibler und entspannter reagieren zu können und dabei keine größeren (teilweise auch finanziellen) (Möbel)Verluste zu machen.
Was ich noch gelernt habe? Ich genieße es an einem Möbelstück zu arbeiten, aber wenn meine kleine Wohnung anderthalb Wochen aussieht wie eine Baustelle, verträgt sich das mit meiner Leidenschaft für eine freie Wohlfühlfläche in der Wohnung etwas schlecht und wirkt sich kontraproduktiv und vollkommen unbewusst auf meine Stimmung aus. Fazit: Das ist wohl das erste und letzte größere Möbelstück, das ich vorerst selbst gebaut habe (außer ich ziehe in naher Zukunft in ein großes Loft mit viel Raum um, was unwahrscheinlich ist) und dabei denke ich nur an die Menschen in meiner näheren Umwelt, die ich vor meiner miesen Stimmung beschützen möchte, auch wenn sie nur ganz unterschwellig zu bemerken ist. Wer sich in einer Baustellenatmosphäre pudelwohl fühlt, der sollte sich trauen mal etwas selbst zu bauen, denn eines hat das Bauen und Basteln für sich: Es ist unheimlich befreiend und gleichzeitig entspannend, insbesondere das Streichen 🙂

Habt ihr auch schon mal etwas selbst gebaut oder gebastelt? Wenn ja, was und warum?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten 🙂

Möbelstück aus Europaletten – TEIL 1: Das Möbel-Chaos

Eigentlich wollte ich keine Vorgeschichte zu dem Möbelstück machen, aber irgendwie habe ich dann angefangen zu schreiben und gemerkt, dass ein Zwei-Teiler ganz gut wäre zwecks Umfang 🙂

Die Wohnung
Ich habe eine ruhige, sehr kleine, aber charmante Wohnung, in die ich mich auf den ersten Blick verliebt habe (von der guten Straßenbahnanbindung in die Stadt, nahen Einkaufsmöglichkeiten und dem Wald in unmittelbarer Nähe mal abgesehen). Es ist eine Ein-Zimmer-Wohnung in U-Form mit knapp über 36 qm, einer pastellfarbigen Einbauküche in türkis, die ich sofort ins Herz schloss (und ja, es ist möglich zu Gegenständen eine emotionale Bindung aufzubauen), einem kleinen Balkon sowie einer doppelflügeligen Balkontür mit Rundbogen und zwei großen Fenstern auch mit Rundbogen (die Bögen sind einerseits klassisch und andererseits modern – classic-chic sozusagen und ich mag sie), die alle auf eine Seite rausgehen. In dem einen Strich vom U befindet sich das Bett, in dem anderen ein schmaler Flur von dem ein kleines, innen liegendes Bad mit Tageslichtfenster an der Decke abgeht. Dazu ist sie in einem ruhigen Innenhof gelegen in dem Bäume und Rasen sind, was für mich unheimlich entspannend ist. Besonders im Sommer Sonntag morgens mit fast ausschließlich dem Vogelgezwitscher ist es das reine Paradies.

Möbel-Tetris
Ende August 2015 bin ich mit relativ wenigen Möbeln in die Wohnung eingezogen (das meiste aus dem Wohnheimzimmer war mit der Straßenbahn transportierbar). Zwei Möbelstücke aus der alten Wohnung vor dem Studium habe ich untergebracht, aber aufgrund der Größe und des Schnitts der Wohnung wollte ich nicht mehr rein stellen. Ich neige dazu mich von zu viel Kram und Möbeln schnell erdrückt zu fühlen und dann keine Luft mehr zum Atmen zu haben, weshalb in meiner Wohnung auch genau ein Bild hängt (eine große Weltkarte im Vintage-Stil) und ich regelmäßig kontrolliere, ob ich noch was ändern könnte, um noch mehr Platz zu haben oder es anders zu gestalten, dass es so aussieht oder sich so anfühlt als hätte ich mehr Platz. Manchmal geht der Platz einfach vor: Was würde ein Riesenesstisch mit acht Stühlen in meiner Miniküche suchen? Wahrscheinlich Platz, so wie ich, wenn ich einen rein stellen würde.
Also bin ich mit folgenden Möbeln in die Wohnung gezogen:
Ein großer Schreibtisch (also eher eine riesige Küchenplatte mit vier Füßen aus Edelstahl), ein Schreibtischstuhl, ein Highboard, eine Kommode, eine 2-Sitzer-Couch, ein Bett, ein hoher schmaler Schrank. Wer sich fragt, wo der Fernseher steht: ich habe keinen (dafür Netflix, You Tube & Co.) und das schon seit ein paar Jahren nicht. Und das Verrückte: Er fehlt mir keinen Tag. Ich habe auch noch zwei Holzregale und zwei Mini-Regale, aber die sind platzmäßig nicht der Rede wert und beide noch in der Wohnung 🙂
Zwischen Ende August 2015 und dem Frühjahr 2018 liegen gut zweieinhalb Jahre, in denen ich umgeräumt, Möbel weg gegeben, Möbel gekauft, Möbel in den Keller und in die Abstellkammer verbannt habe. Zwischenzeitlich befand sich in meinem Wohn-/Ess-/Schlafbereich nur eine Couch, eine Kommode und das Bett. Dieser Freiraum war unglaublich schön und eine Decke als Esstisch ist auch vollkommen ausreichend (ich fand das super und nach dem Frühstück die Decke einfach ausschütteln und zusammenfalten zu können war so simpel und funktional). Aber wie es nun mal ist, habe ich doch mal wieder umgestellt. Als ich die Couch im Herbst 2016 weg gegeben hatte und dann ein dreiviertel Jahr ohne gewohnt habe (es ist faszinierend an was man sich alles gewöhnen kann), sollte es doch wieder eine Couch in der Wohnung geben, habe etwas später einen niedrigen Holztisch für den Essbereich in der Küche geholt (zum einen inspiriert vom Sol y Mar, einem Restaurant bei dem man auf dem Boden sitzen und essen kann – ich finde das absolut großartig! Außerdem dachte ich, dass dieses klassisch-koventionelle am-Tisch-sitzen in Restaurants, im Büro oder bei Freunden reicht, also warum dann auch noch daheim?), mein Computer stand mittlerweile auf einem kleinen quadratischen Massivholzisch von ebay Kleinanzeigen und der Kreativkram (Pinsel, Farbe,…) hat in einer Holzkiste Platz gefunden. Mehr hatte ich nicht im Wohnbereich und es war so vollkommen in Ordnung.

Frühjahr 2018
Als ich die alte Nähmaschine von meinem Papa bekam, denn er hat sie nicht mehr benutzt und ich möchte endlich richtig nähen lernen, und mehr Platz zum Arbeiten brauchte, musste ich überlegen wie ich meine Wohnung mal wieder umräume, damit ich einen Computer-Arbeitsplatz und einen Arbeitsplatz zum Nähen habe. Wie ich es auch versucht habe zu drehen und zu wenden (ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt in eine größere Wohnung umzuziehen – am liebsten in ein Loft, mit wenigen Wänden, viel Raum und Helligkeit), musste ich eine Entscheidung treffen. Ich wog ab:
Möglichkeit 1: Die Nähmaschine kann ich wegen des Pedals schlecht auf den niedrigen Tisch in der Küche stellen zwecks Feingefühl für das Pedal.
Fazit: Das mit dem Feingefühl geht im Schneidersitz etwas schlecht.
Möglichkeit 2: Ich könnte den quadratischen kleinen Tisch abwechselnd in Computer- und Nähtisch umwandeln.
Fazit: Viel zu stressig!
Möglichkeit 3: Ich verkaufe den niedrigen Holztisch und stelle den alten großen Schreibtisch in die Küche.
Fazit: Um Filme zu gucken müsste der Computer dennoch bei der Couch bleiben, die im Wohn-/Schlafbereich steht und dann wäre es wieder so eng in der einen Ecke. Also nein!
Möglichkeit 4: Ich werde die Couch los und gewinne dadurch wieder Platz für den großen Schreibtisch auf dem der Computer und die Nähmaschine Platz haben.
Fazit: Möglich, denn die aktive Benutzung der Couch (auch durch mich selbst) kann ich locker an vier bis fünf Händen in dem knappen Jahr abzählen, die ich sie hatte (sie hat sich im Lebensalltag nicht als besonders zweckmäßig erwiesen), sodass es ein verschmerzbarer Verlust wäre.
Also verkaufte ich die Couch und stellte den großen, alten Schreibtisch wieder auf, den ich mir vor einigen Jahren nach meinen Vorstellungen genau so zusammen gestellt hatte. Der quadratische Tisch steht mittlerweile mit bisher drei Stühlen (die alle unterschiedlich aussehen und ich weiß noch nicht genau, ob ich damit klar komme, aber ich denke es geht irgendwie) vom Flohmarkt in der Küche und hinter dem niedrigen Tisch im Wohnbereich steht das Möbelstück aus Europaletten.

Wie ich das Möbelstück aus Europaletten schließlich gebaut habe, wie das gute Stück nun im Ganzen aussieht und was ich daraus gelernt habe, lest ihr im Blogbeitrag am 31. Mai 2018.

Taschen: Selbst bemalte Stofftaschen

Als Jugendliche fand ich Stofftaschen ziemlich hässlich, um nicht zu sagen eine absolute Mode-Sünde: Eine unschöne Variante für den Transport unterschiedlichster Sachen. Besonders unhandlich fand ich es, wenn sich diese als Rucksackersatz, also die vollkommene Zweckentfremdung, auf dem Rücken eines Fahrradfahrers befand (je nach Inhalt baumelte das gute Stück dann immer hin und her – nervt das nicht?) oder nach dem Sport alles lieblos und ungeschickt rein gestopft wurde, am besten so, dass die Hälfte noch raus guckt, weil nicht alles rein passt und Hauptsache es kam auf diese Weise von A nach B. Wie ich es auch gedreht und gewendet habe, Stofftaschen waren für mich zu dieser Zeit nie ein großes Thema und wenn ich mal eine benutzt habe, dann nur, weil es keine andere Möglichkeit gab, denn modisch oder gar schick waren diese Taschen für mich damals nicht, eher eine Notlösung, falls es gar nicht anders ging und ich gezwungen war eine zu benutzen.

Heute, etwas älter, habe ich nicht nur eine, sondern einige Stofftaschen und mag sie sehr. Am liebsten die mit langen Henkeln, denn die kann man angenehm über die Schulter hängen ohne das Gefühl zu haben, dass die Blutzufuhr am Oberarm unterbrochen wird, falls sie doch mal etwas mehr Inhalt hat. Ob mit einem Spruch, Motiv oder einem anderen Aufdruck, sie sind das erste Transportmittel, wenn ich einkaufe oder mal kurz wohin gehe und auf die Schnelle Schlüssel, Geldbeutel, Notizbuch & Co. einstecken möchte. Auch wenn ich nach den Sachen manchmal etwas kramen muss, begleiten mich die Taschen fast jeden Tag und ich könnte mir den Alltag ohne die praktischen und umweltfreundlichen Begleiter nicht mehr vorstellen. Am liebsten mag ich die mit Siebdruck, weil man die bedenkenlos (ohne dass die Farbe großartig in Mitleidenschaft gezogen wird) mal mit in die Wäsche geben kann, wenn sie muffeln oder dreckig werden.

stofftaschen, selbst bemalt, textilfarbe

Alternativ kann ich die selbst bemalten Stofftaschen empfehlen. Hierfür bei amazon Baumwolltaschen mit langen Henkeln und bunte Stifte zum Stoff bemalen (laut Produktinformation waschbar) bestellen. Beim Bemalen mit Permanentmarkern oder anderen Textilfarben auf das Waschen verzichten oder vorsichtig von Hand waschen, wenn sie nicht waschbar sind. Um zu vermeiden, dass die Farbe beim Malen auf die andere Seite der Stofftasche gerät, einfach eine Zeitung oder ein Stück Pappe in die Tasche packen, um die gegenüber liegenden Stoffe zu trennen, und dann nach Belieben verzieren.

Hier gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, also tobt Euch nach Herzenslust aus 🙂

Butterglas: Kreative Butterliebe

Butterliebe.

Schon als Kind mochte ich Butter sehr. Manchmal habe ich sie einfach so vom Messer runtergegessen ohne irgendwas dazu. Aber am liebsten habe ich sie ganz dick auf ein Stück Hefezopf geschmiert und dann noch eine dicke Schicht Nutella drüber. Davon habe ich genüsslich abgebissen und das noch kalte Stück Butter ist zwischen der cremigen Schokolade und dem weichen Hefezopf in meinem Mund weich geworden. Ein perfekter Biss war, wenn nach dem Abbeißen noch alle Schichten erkennbar waren. Heute, mit fast 31 Jahren und einem weniger aktiven Stoffwechsel wie als Kind sowie dem Bewusstsein für eine weitestgehend gesunde Ernährung, geht Butter auf Brot oder Brötchen, an Nudeln, zum Fisch anbraten, zum Backen,… Eben zu (fast) allem.

Der Einkauf
Wenn ich einkaufen gehe und die Butter mit den anderen Sachen im Kühlschrank verstaue ist alles aufgeräumt und hat seinen Platz. Nach dem ersten Gebrauch der Butter hat die Papierverpackung meistens schon einen Riss: entweder durch das Entpacken oder weil durch das Herunterschneiden der Butter das Messer die Verpackung angerissen hat. Beim nächsten Einkauf, sei es für das Kochen, Backen oder weil ich nicht sicher bin, ob das angefangene Stück tatsächlich reicht, hole ich ein weiteres Stück oder zwei, je nachdem wie viel ich brauche.

Das Butterchaos
Mit mittlerweile drei Stück Butter, alle natürlich angefangen, weil ich dann das weiter hinten nicht mehr sehe und beim Brot beschmieren zum nächstbesten greife, das ich sehe, habe ich drei angerissene Packungen, die aufgrund der Risse nicht mehr ganz zu gehen oder eben unschön verpackt im Kühlschrank rumfahren. Das schöne helle weicht dann einem dunklen ranzigen Gelb an einigen Stellen und die drei angefangenen Stückchen feiern eine ‚Bad Taste-Party‘ (Gewinner: undefinierbar). Irgendwann war es mir in jedem Fall genug, denn während die drei feiern, ärgere ich mich jedes Mal über das Butterchaos in meinem Kühlschrank und dass es gefühlt drei Wochen geht bis alle Stückchen aufgebraucht sind. Um nicht vollkommen in den Butterwahnsinn zu verfallen oder gar schlaflose Nächte mit grauenhaften Alpträume von hässlichen tanzenden Butterstückchen zu haben, stellte ich mir eine Frage: Was kann ich an diesem Zustand verändern?

Die Lösung
Da ich Butterdosen nicht mag (irgendwie find ich die unhandlich und der Deckel klackert immer so rum, außer man hat welche aus Plastik und meine Leidenschaft für Plastik hält sich in Grenzen) und die Butterstücke dafür eh zu klein sind, denn ich kaufe wegen meiner Laktoseintoleranz laktosefreie 125 g Stücke, habe ich mir ein Einmachglas (die hat man nach jedem leeren Marmeladen- oder Senfglas o.Ä.) geschnappt, die Butter klein geschnitten und darin luftdicht verpackt. Der Vorteil daran: Ich weiß immer, dass im Kühlschrank ein Glas mit Butter ist und wenn es doch leer ist, lasse ich es zum Ausspülen draußen stehen und weiß, dass ich frische kaufen muss.

Verzieren
Das Glas ist mir so immer noch etwas zu schlicht, weshalb ich es mit Porzellan-Pinselstiften verziert habe, die, wenn auch nicht so gut, auf Glas haften. Hierfür zunächst die Aufkleber (falls an dem Glas welche sind) ablösen, indem das Glas vollständig mit heißem Wasser bedeckt für eine Stunde gebadet wird. Danach abtrocknen und nach Belieben verzieren, beschriften, bemalen und die Farbe gut trocknen lassen.

butterglas_butterliebe_holz

Viel Freude dabei

 

Eier bemalen: Ostern mit einem Hauch Nostalgie

mit Acrylfarbe bemaltes Osterei vor weißer Wand2017
Warum begleitet einen die Tradition an Ostern Eier zu bemalen meist nur in Kindheitstagen? Daheim werden Eier abgekocht und auf den Küchentisch zu den Wasserfarben gelegt, das Kinn erreicht gerade so die Tischkante und ich musste mich strecken, um an die Eier heranzukommen. Mit Vorfreude hatte ich das erste Ei in der Hand und bamalte es nach Herzenslust. Ich fragte mich warum das nur als Kind etwas Tolles sein soll? Mir ist letztes Jahr keine gute Antwort eingefallen, woraufhin ich nach vielen, vielen Jahren, unzähligen Monden und zahlreichen Osterfesten mal wieder Eier bemalt habe. Ich habe mir die Zeit bewusst genommen, Pinsel und Farben zurecht gelegt und mit einer unglaublichen Tiefenentspannung Eier bemalt. Mittlerweile ragt mein Kinn natürlich deutlich über die Tischkante raus und die Freude, die ich dabei hatte, war unbezahlbar.
Bei dem Exemplar mit der Blume habe ich zunächst die Blume aufgemalt, dann die Farbe leicht antrocknen lassen und bin im Anschluss mit einem Farb-Wasser-Mix (mehr Wasser als Farbe) und einem breiten Pinsel mehrmals über das komplette Ei und auch die Blume, sodass ein Used-Look entstanden ist.

2018
Da ich mir die Freude und Entspannung auch dieses Jahr gönnen wollte, habe ich Eier hart gekocht: Dabei die bei Zimmertemperatur gelagerten Eier (bei mir: Bio-Eier aus Freilandhaltung) in einen Topf mit kochendem Wasser geben, ca. 10-11 Minuten kochen, anschließend abschrecken und abtrocknen.

Acrylfarbe, Pinsel und Eier auf einem bunten Holztisch

Zum Bemalen kann (fast) alles was Farbe von sich gibt eingesetzt werden. Ich verwende gerne Acrylfarben, die es bisher noch nicht auf eine Leinwand geschafft haben (Bleistift und Kohle auf Papier ist bisher das Höchste), aber für das Bemalen von Eiern sind sie gut geeignet. Einfache Wasserfarben, Buntstifte, Filzstifte oder Aquarellfarben eignen sich auch wunderbar.

bemalte Eier im Blumenkasten

Ich wünsche Euch von ♥ ein frohes und buntes Osterfest & viel Freude beim Eier bemalen oder wie werdet ihr an den Ostertagen kreativ?

 

Pflanzen: Frühling im Wohnzimmer

In fünf Tagen ist Frühling und irgendwie ist das jedes Jahr auf’s Neue mit einer unheimlichen Vorfreude verbunden. Die Sonne schaut wieder länger raus, überall fängt es an zu blühen und die dicken Winterklamotten kann ich wieder im Schrank ganz hinten verstauen oder komplett in den Keller verbannen.

Kleine Töpfe aus Eierschalen

Da ich keinen besonders grünen Daumen habe und bei mir sogar wahrscheinlich ein Kaktus verblühen würde (wenn das überhaupt geht?), wäre wohl ein Stein die perfekte Pflanze für mich. Dennoch lasse ich mich davon nicht entmutigen und probiere es mal wieder aus.
Bei diesen kleinen Töpfchen, ich finde sie einfach zuckersüß und sie sind auf natürliche Weise im Haushalt, außer man ist Veganer, habe ich mich von Goodful inspirieren lassen: Hierfür halbe Eierschalen nach dem Genuss Eures Frühstücksspiegeleis ausspülen, abtrocknen und zurück in den leeren Eierkarton. Danach etwas Erde in die Schalen geben und einen Samen eurer Wahl einpflanzen. Die genaue Anleitung und Pflege findet ihr meist auf der Rückseite der Verpackung. Und dann heißt es: Warten, warten, warten und hoffen, dass es sprießt, blüht und gedeiht.

In vier Wochen mehr dazu direkt auf der Startseite. Drückt die grünen Daumen.

Schal stricken: Kuschelschal

Dieser eine Moment, wenn Du dich warm einpackst und Dich leicht fröstelnd in die Kälte begibst, mit einem dicken Schal um den Hals, den Händen in deiner Winterjacke und Dich plötzlich das Gefühl einholt, dass es eigentlich gar nicht so kalt und starr ist.

Für diesen wärmenden Kuschelschal
13 Knäuel Strickwolle (z.B. Gründl)
Rundnadeln 4 mm
Wollnadeln zum Vernähen

wollknaeuel_kuschelschal

Strickanleitung

Romantisch: Verzierte Gläser mit Teelichtern

Morgen ist Valentinstag.

Ein Tag an dem Frauen rote Rosen geschenkt bekommen, weil es dazugehört, die Restaurants mit roten Herzchen auf der weißen Tischdecke und roten langstieligen Kerzen um die beste Atmosphäre wetteifern und verliebte Paare sich über diese hinweg tief in die Augen schauen, Händchen halten und sich gegenseitig mit einem Löffel das Vanilleeis mit heißen Himbeeren und herzförmigen Schokostückchen in den Mund schieben während der Champagner im Glas schon fast wieder schal wird.

Um dem Ganzen zumindest eine etwas natürlichere Romantik zu verleihen, anbei eine kleine Anleitung für Gläser mit Teelichtern: für daheim, den Hausgebrauch oder zum Anzünden, weil man es gerade kuschlig mag.

Gläser gibt es wie Sand am Meer ohne dafür tatsächlich Geld auszugeben: Das Einmachglas von Oma, in dem die Kirschmarmelade war, Nachtischgläser im Supermarkt, die fein säuberlich leer gelöffelt und ausgespült wurden oder eben ursprünglich mit Kerzenwachs gefüllte Gläser, die eigentlich ins Altglas müssten. Als Deko im Glas reichen Sand oder Steine, die es in jedem Hobbyladen für Kreative, im Baumarkt oder im Dekoladen um die Ecke gibt. Wer sich vollkommen kreativ ausleben möchte kann die Gläser mit Acrylfarbe bemalen.

Beleuchtung: Lampenschirme aus Zeitungspapier

Kreativ und in einer Bastelstunde umgesetzt, sind diese Lampenschirme aus Zeitungspapier mal ein bisschen was anderes.

Für die Lampenschirme

  • etwas Zeitungspapier
  • Luftballons
  • Tapetenleim
  • Acrylfarbe
  • Pinsel

Zunächst werden von der Zeitung einzelne Streifen herausgerissen. Im folgenden Schritt wird der aufgeblasene Luftballon mit Tapetenleim benetzt. Nun wird der Ballon Streifen für Streifen so beklebt, dass die Farbe des Ballons nicht mehr durch die angeklebten Streifen erkennbar ist. Zwei Schichten reichen meist aus. Im Anschluss trocknen lassen: 48 Stunden ist da ein grober Richtwert.

lampenschirme01

Danach kann der Lampenschirm je nach Belieben bemalt und verziert werden. Abschließend an der geschlossenen Seite oben in der Mitte ein Loch rein machen und bei abgeschaltetem (!) Strom (beim Stromkasten) über die Lampe hängen. Fertig!

lampenschirme02

Stricken: Kuscheldecke

Stricken ist nur was für Omas? Nein, nicht nur.

label

Stricken ist etwas für jeden der Abschalten möchte. Es ist unglaublich entspannend und am Ende hat man ein Strickstück, das in jedem Fall ein Unikat ist und den persönlichen Vorstellungen entspricht. Am einfachsten fängt man mit einem Schal oder einer Decke an. Bei der Auswahl der Wolle ist es wichtig, dass die Knäuel aus der gleichen Charge sind, damit keine farblichen Unstimmigkeiten entstehen.

Für diese Kuscheldecke (ca. 1 x 1,20 m)
9 Knäuel Alaska Wolle
Rundnadeln 10 mm
Wollnadel zum Vernähen

Vorgehensweise beim Stricken

Stricken: Die Stricknadeln

Wolle. Nadeln. Auf geht’s.

Aber welche Stricknadeln nehme ich für mein Strickstück?

Da es als Strickanfänger darum geht zunächst etwas Routine beim Stricken zu bekommen, eignen sich zunächst einfache Strickstücke wie Schals oder Decken. Je nach Breite des Strickstücks sind normale Stricknadeln oder Rundnadeln geeignet. Demnach spielt die Anzahl der aufgenommenen Maschen eine entscheidende Rolle, ob runde oder normale Stricknadeln eingesetzt werden: Je mehr Maschen, desto breiter das Strickstück und desto eher sollte eine Rundnadel verwendet werden, damit beim Stricken keine Maschen verloren gehen.

Stricknadeln gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Besonders angenehm für die Finger sind Holzstricknadeln aus Olivenbaum- oder Bambusholz.