Bewusst einkaufen: Das 40-Euro-die-Woche-Experiment | TEIL III – KRANKENHAUS-SPEZIAL

5,97 € + 6,26 € = 12,23 €.

Dazu kommt vielleicht noch ein Einkauf von maximal 15 €, der sich immer noch brav in meinem Kühlschrank befindet während ich seit knapp vier Tagen mit einem Teddy das Bett teile und leckeres Krankenhausessen genießen darf. Das sind dann mittlerweile mindestens plus 50 €, 10 € pro Tag für das Krankenhaus.

Bevor ich das Experiment angefangen hatte, war mir durchaus bewusst, dass jeder Teil (also bisher Teil I und Teil II) anders verlaufen würde, doch mit einer stationären Aufnahme hatte ich definitiv nicht gerechnet, was mich auf die Idee bringt entweder das Essen was ich hier genießen darf hochzurechnen (ob es wohl unter 40 € in der Woche liegt?) oder nun doch eher über den Tagesablauf (egal ob der Teddy noch im Tiefschlaf ist oder nicht: um 6 Uhr ‚Guten Morgen‘ mit Licht an und Bett machen) inklusive Blut abnehmen, Fieber messen und Infusionen zu berichten. Da ich noch immer nicht ganz fit bin und die Sprüche des Personals immer noch leicht unglaublich sind („Sie sind hier nicht in einem Hotel! Es gibt hier kein ‚Bitte nicht stören‘-Schild!“ – kam auf meine Frage, nach der ersten grauenhaften Nacht, ob ich nochmal ein wenig schlafen könne nach dem Frühstück), beschränke ich mich auf die kulinarischen Köstlichkeiten und deren monetären Wert.

Frühstück
2 dunkle Brötchen – 1 €
2 Scheiben Käse – 0,30 €
Etwas Marmelade – 0,15 €
Etwas Margarine – 0,10 €
Ein Naturjoghurt- 0,30 €
Ein hartgekochtes Ei – 0,25 €
Zwei Scheiben Gurke – 0,05 €
Eine halbe Tomate – 0,10 €
= 2,25 €

Mittagessen (beispielhaft)
300 g Kartoffeln – 0,30 €
Halbe Karotte 0,20 €
Brühe – 0,05 €
Wienerle – 0,35 €
Joghurt – 0,30 €
= 1,20 €

Minisnack
Mini-Waffel mit Cremefüllung – 0,20 €
= 0,20 €

Abendessen
Zwei Scheiben Vollkornbrot – 0,30 €
Zwei Scheiben Käse – 0,30 €
Eine Scheibe Wurst – 0,15 €
Etwas Margarine – 0,10 €
Ein Naturjoghurt – 0,30 €
Zwei Scheiben Gurke – 0,05 €
Halbe Tomate – 0,10 €
= 1,30 €

GESAMT: 4,95 €

Bei den Preisen handelt es sich um reine Schätzwerte.

Mit einem Gesamtwert von 4,95 € komme ich im Krankenhaus mit Lebensmitteln über den Tag und bin fast durchgehend satt. Hochgerechnet auf eine Woche macht das genau 34,65 €. Auch wenn der Betrag sogar noch unter 40 € in der Woche liegt, würde ich das Essen für mich als Privatperson in meinen vier Wänden nur bedingt adaptieren, denn nach knapp vier Tagen mit zumindest fast immer demselben Frühstück und Abendbrot, wäre mir daheim schon längst ein anderes Gericht eingefallen, das ich zubereiten kann und würde von Eintönigkeit auf Exotik umsteigen.

Fazit
Rein vom monetären Aspekt ist das Krankenhausessen funktional um den Geldbeutel nicht allzu sehr zu belasten. Andererseits wiegt dieser Aspekt wenig, wenn man bedenkt, dass es einem während des Aufenthaltes in einem Krankenhaus meist nicht sonderlich gut geht, das Essen insgesamt einen nur subjektiv definierbaren Stellenwert einnimmt, aber ab und an eine kleine Köstlichkeit unheimlich lecker wäre, insbesondere wenn es einem schon wieder ein wenig besser geht (in meinem Kopf schwirren jetzt schon Rezepte umher, die ich kochen möchte, wenn ich endlich wieder daheim und richtig fit bin bzw. sehne ich mich nach einem schönen Abendessen in einem Restaurant ohne Gurken und Tomaten-Dekoration) und der Teddy wieder zu seinem ursprünglichen Besitzer zurück kann.

Wart ihr auch schon mal im Krankenhaus und habt vielleicht sogar eingeschränkte Kost gehabt? Wie habt ihr das Essen empfunden und ab wann hattet ihr Lust auf fettige Pommes und panierte Zwiebelringe?

Bewusst einkaufen: Das 40-Euro-die-Woche-Experiment | TEIL II

Woche 2 des Experiments ist vorbei und die Zucchini von vor Woche 1 liegt noch fast genauso frisch im Kühlschrank wie sie damals in meinem Einkaufswagen gelandet ist. Nun stellt sich die Frage: Was ist zum einen alles dort rein gespritzt worden, dass das Gemüse immer noch frisch ist und wie hat sich das auf meinen Einkauf in der zweiten Woche ausgewirkt?

Zu ersten Teil der Frage
Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um Pestizide, die einerseits dazu dienen das Gemüse vor Insekten, Wildkräutern und Pflanzen zu schützen oder eben die lebensmittel dadurch länger haltbar machen (allein der Name schreit nach Gift!).

Zum zweiten Teil der Frage
Ich habe die Zucchini von meiner Einkaufsliste streichen können und habe mir bei meinem Low-Carb-Einkauf (ich wollte meinen Körper ein wenig von Brot, Nudeln & Co. entlasten) und entsprechenden Gerichten eine Einkaufsliste erstellt, die auf das kleine Ernährungsexperiment zugeschnitten war. Die Mango und der Salat liegen immer noch im Kühlschrank, denn was ist das Leben ohne Pasta & Co (da bin ich einfach viel zu sehr Genussmensch und absolut inkonsequent)? Nicht ganz so lecker und schon an Low-Carb-Tag 1 hätte ich mir abends am liebsten eine große Käsepizza bestellt. Insgesamt hat dieser Einkauf 24,11 € gekostet nachdem ich ein paar Zutaten bzw. Rezepte gestrichen hatte. Bis Donnerstag habe ich noch ein paar Kleckerbeträge von ein paar Euro pro Einkauf gehabt, aber bin insgesamt unter 40 € geblieben.

Für diese Woche gibt es ein dickes Sternchen und die Mango wird morgen zum Frühstück mit dem Sojajoghurt verzehrt 🙂 Was aus der letzten Zucchini wird? Vielleicht ein leckeres Ofengemüse zu einer kleinen Schale Reis oder ich koche sie in der Kokosmilch, die ich noch im Kühlschrank habe. Mal sehen…

Kannst Du dir vorstellen Dich bei Deinem Einkauf zu disziplinieren und darauf zu achten was und wieviel Du einkaufst?

Bewusst einkaufen: Das 40-Euro-die-Woche-Experiment | TEIL I

Der Gang zum Supermarkt: Ich habe eine Liste erstellt von den Lebensmitteln, die ich einkaufen möchte und halte mich mehr oder weniger strikt daran. Um das Regal für frische Beeren mache ich einen Bogen, Kräuterseitlinge – viel zu teuer – und brauche ich jetzt wirklich Schinken oder funktioniert das Gericht auch ohne? Ich würde mehr als zwei Euro sparen, also geht es ohne und Fleisch esse ich eh kaum noch. Mal wieder Tortillas, etwas Lachs oder doch die guten Garnelen? Keins von all dem. Punkt und weitergehen. Kokosmilch, Bananen, Gurken, gefrorene Kräuter, Sojamilch, Eier. Mehr nicht. Nudeln und Reis sind daheim, genauso wie Zucchini und Paprika. Zufrieden gehe ich mit einem Beleg unter 10 € aus dem Supermarkt. Perfekt! Das hatte ich lange nicht und genieße es unheimlich – mit einem Lächeln und dem guten Gefühl, dass das Experiment tatsächlich funktionieren könnte.

Im vorletzen Beitrag habe ich nicht nur ein Frühstück beschrieben, das mit einem Euro eine günstige Variante ist um in den Tag zu starten, sondern mich auch einem Experiment verschrieben: Nicht mehr als 40 € in der Woche für Lebensmittel auszugeben. Vielleicht waren es 42 €, die in der letzten Woche den Geldbeutel verlassen haben, aber ich habe zunehmend darauf geachtet, dass ich bewusster einkaufe. Die Angewohnheit nicht mehr wahllos ins Supermarktregal zu greifen, weil ich gerade Lust auf dies oder jenes habe, und mir vorher gründlich zu überlegen, ob ich das Lebensmittel dringend brauche und wenn ja, ob hierbei weniger mehr ist, ist der Einstellung gewichen genau das einzukaufen was ich tatsächlich brauche. Nicht mehr und nicht weniger.

Ein kurzes Fazit zu der ersten Woche
Allein der gedankliche Hintergrund mehr auf meinen Einkauf zu achten hat dazu geführt, dass ich weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben habe als gewöhnlich. Zudem war der Blick in den Kühlschrank davon geleitet: Was habe ich noch da und was brauche ich um daraus ein Essen zu kochen? Hier und da bin ich dennoch zum Bäcker und habe letzten Sonntag auch mal eine Pizza bestellt. Trotzdem bin ich insgesamt nur knapp über vierzig Euro an Lebensmitteln gekommen, weil sich ca. 40 % der Lebensmittel schon in meinem Haushalt befunden haben (bzw. noch immer befinden – es ist erschrenkend wie lange sich Gemüse hält!!!) und ich dementsprechend ein paar Lebensmittel dazu einkaufen musste.

Für Woche zwei habe ich mir vorgenommen: Keine Bestellung beim Lieferservice (13,45 €), keine Besuche beim Bäcker (2 x 1,40) und kein frischer Salat von der Salattheke des Supermarktes (4,20 €).
Mal sehen wie sich das auf den Geldbeutel auswirkt 🙂

Hast Du auch schon mal versucht darauf zu achten wie und was Du einkaufst? Wenn ja, wie und hast Du es langfristig durchgehalten?