Wie ein verregneter Sonntag oder ein Milchshake mit Obst und Körnern aussieht | Frühstück

Kennt ihr das? Ihr möchtet ganz viel unternehmen, rausgehen wandern (ich trainiere aktuell schon mal ein wenig für den Camino), es regnet als ihr aufwacht und ihr seid gezwungen den Tag zu Hause zu verbringen. Während des Mittagsschlafs verpasst ihr die eine Stunde in der die Sonne scheint, im Anschluss seid ihr zum Skypen mit einer Freundin verabredet (natürlich funktioniert Skype nicht und ihr müsst telefonieren), ehe ihr auch nur einen Strich vorgenommen habt geht der späte Nachmittag in den Abend über und ihr nutzt Euren Rest Motivation tatsächlich noch etwas potentiell Produktives zu vollbringen dazu einen Blogartikel zu schreiben. Herzlich willkommen in meiner Welt, wenn es an Sonntagen regnet und meine Motivation das Bett zu verlassen (da kann ich immerhin essen, schlafen, netflixen, lesen,…) von 100 auf wenigstens 30 sinkt!

Aller fehlenden Motivation zum Trotz (oder gerade deswegen), lüfte ich das Geheimnis um ein einfaches Frühstück im Glas, das ich gerne zubereite, wenn mir nichts einfällt oder ich Lust darauf habe. Es eignet sich auch besonders als Frühstücksshake für unterwegs oder am Arbeitsplatz.

Zutaten
1 Banane*
eine Hand voll Beeren (hier gerne TK)*
2 EL Weizenkeime
1 EL Haferflocken
1/2 TL Chiasamen
1 TL Kokosflocken
1 TL Buchweizen
2 TL Leinsamen
350 ml Sojamilch
etwas Wasser (je nach Bedarf)

*Trotz einer Fructoseintoleranz funktioniert das super!

Zubereitung
Die Körner, Keime und Flocken in der Milch 30 Minuten quellen lassen und währenddessen die TK-Beeren auftauen. Danach alles mit der Banane in einen Mixer geben, etwas Wasser hinzufügen und mixen. Daheim gebe ich das Getränk gerne in ein Glas, für unterwegs nutze ich eine 0,5 Literflasche mit großer Öffnung. Insgesamt ist das Frühstück etwas dickflüssiger, aber nahrhaft und schmeckt sehr lecker.

Randnotizen
1) Da es müßig ist die Körner, Keime und Flocken ohne Sauerei aus der Verpackung zu bekommen, habe ich mir Glasgefäße mit einem Blechdeckel zugelegt (große Öffnung, genug Platz = kein Dreck), die außerdem noch dekorativ in fast jede Küche passen.
2) Vielleicht kosten insbesondere die Chiasamen ein wenig mehr als gewöhnliche Haferflocken, aber sie sind tolle Energiespender und sollen im Körper Säure und Giftstoffe binden.
3) Wer sich keinen großen Mixer zulegen möchte, kann die Zutaten auch mit einem gewöhnlichen Handmixer vermengen ODER lässt die die Beeren vollständig auftauen (alternativ kannst Du auch frische Beeren verwenden) und zerkleinert das Obst mit der Gabel.
4) An die Sportbegeisteten unter Euch: Für eine höhere Eiweißzufuhr kannst Du einen Löffel Eiweißpulver dazu geben.

Nun werde ich den Laptop für heute schließen und wieder
metaphorisch die Füße hochlegen 🙂
Wie habt ihr den Tag verbracht oder liegen Eure Füße auch oben?

Herzliche Grüße aus meinem Bett ♥ Caro

Fotografie: Von schöner Vergesslichkeit oder der Sonne, die eine Blüte küsst…

Meinen Samstag hatte ich schon zwischen Netflix und den nötigen to dos verbracht, weshalb ich mir für Sonntag vorgenommen hatte endlich mal wieder die Kamera zu schnappen und nach draußen in den Wald zu gehen. Es ist Sonntagmittag und ich lade den Akku meiner Kamera. Vorsorglich. Damit ich beim Spaziergang nachmittags ganz viele Bilder schießen und der Spaziergang zu einer Symbiose zwischen frischer Luft, Fotografie und dem Träumen zwischen den Ästen im Wald werden kann. Kaum habe ich das Haus verlassen und befinde mich an der ersten schönen Stelle im Wald (ein Baumstamm auf dem sich ein Rest Schnee oder Frost zum Schlafen abgelegt hat, dahinter die Kahlheit des Waldes – ohne Blätter – einzig nackte Äste und Bäume, die die Kälte der Natur widerspiegeln), leuchtet das Display der Kamera beim Anschalten nicht auf. Ich gehe im Kopf nochmal fünfzehn Minuten zurück. Fuck! Der Akku liegt auf meinem Schreibtisch. Da diese Vergesslichkeit mir nicht den schönen Spaziergang vermiesen, sondern nunmehr versüßen soll, gehe ich eine große Runde durch den Wald. In der Kälte, die sich durch meine Leggins und Stulpen bohrt, genieße ich die Nacktheit der Bäume, den harten erdigen Boden, die Natur in seiner vollen winterlichen Pracht (wenn auch ohne den dekorativen Schnee) und atme die kalte Luft in Strömen ein. Gehe Schritt für Schritt vorwärts und verliere mich in dieser kühlen und vertrauten Atmosphäre.

Wieder daheim angekommen lege ich den Akku in die Kamera, denn ich hatte schon länger nicht mehr draußen fotografiert und gehe zu der Brücke in einer Seitenstraße bei mir um die Ecke. Die Sonne steht weit unten, aber nicht zu weit und nach ein paar Schüssen, setze ich mich im Schneidersitz vor diese Pflanze (ich kenne die genaue Bezeichnung von ihr nicht) und fange an durch ihre ‚Blüte‘ gegen die Sonne zu fotografieren. Das war wieder einer dieser Momente, die ich unheimlich schätze und bei der ich meine Vergesslichkeit nicht verfluche, sondern mag, denn ohne sie hätte ich diesen ergreifenden und wunderbaren Moment nie festhalten können, bei dem die Sonne diese Blüte küsst.

Highlight (das ich unheimlich gefeiert habe): Ein kleiner Junge fragte seine Mama: „Mama, was macht die Frau da?“ (Ich im Schneidersitz vor einem Absperrzaun mit der Linse zur Sonne) – „Schatz, sie fotografiert.“

Im Zug: Von unverhoffter Ruhe und dem Gefühl nicht zu Hause zu sein | Kleines Experiment

Ich sitze da blicke aus dem Fenster und die Landschaft zieht an mir vorbei. Ab und an durchbrechen Häuser und graue, betonierte Straßen das Grün. Das Grün über dem sich ein milchiger Schleier ablegt, eine trübe Scheibe, durch die ich blicke und mich in das Spiel aus Nebel und Sonne reinlege. Entspannt lehne ich mich zurück und schaue nach draußen, meine Gedanken schweifen, ich denke an nichts, nichts besonderes, vielleicht an die Natur, vielleicht an die warme Sonne und das gleißende Licht, dass sich durch das Zugfenster beißt, vielleicht an den letzten Urlaub, der wie gestern im Gedächtnis hängt, an fliegen und Freiheit, vielleicht einfach an etwas Schönes und die Ruhe die ich empfinde. Das leichte Rattern des Zuges, mal lauter mal leiser, das Ruckeln in der Kurve, der Sitz, der sich schon gewohnt und etwas härter ins Gesäß bohrt und mein zweiter Arbeitsplatz mit dem kleinen Tisch vor mir, geben mir das beruhigende Gefühl, mich trotz der Bewegung, entfalten zu können: Ich kann lesen, schreiben, reflektieren, mich der Musik hingeben, mich in ihr verlieren, wie in meinen Gedanken, wenn ich aus dem Fenster blicke und dem Nebel dabei zuschaue wie er das Gras zudeckt und der Atmosphäre dadurch etwas Magisches verleiht. Ich entspanne, ich bin bei mir, ich genieße die Ruhe, die Ruhe im Zug. Ich berühre die Tasten, schreibe und gebe mich ganz dem Fluss meiner Gedanken hin.


Kleine Pause: Ich schreibe den Artikel heute Abend auf der Heimfahrt weiter bzw. zu Ende. Mal sehen was passiert. Über was schreibe ich? Wie fühle ich mich? Wie ist mein Schreibstil und wie sehen meine Gedanken aus? Wie wird der Titel sein?

Seid gespannt.

Liebe Grüße von unterwegs ♥ Caro


Fortsetzung von heute Morgen:
Wo fange ich an? Der erste Zug ist schon mal kein ICE, sondern ein RE (ich nenne das Bummelzug). Es ist von Anfang an ungemütlich, voller und lauter als heute früh. Dennoch schaffe ich es recht zügig (Haha, Wortspiel!) mich zurückzuziehen, abzuschalten und die Konzentration weniger auf die Umgebung als auf das zu richten was ich vor mir habe: Einen geöffneten Laptop, meine Gedanken, die unbedingt raus möchten, Tasten und eine Fahrt von zwei Stunden.
Bummelzug heißt gleichzeitig auch mehr Dörfer bzw. Städte, die am Fenster vorbeiziehen und ausschließlich durch die Schönheit des Himmels und der Wolken durchbrochen werden. Ich mag den Himmel, besonders dann wenn er in den unterschiedlichsten Farben erstrahlt, sich die Wolken dazwischen schieben und die Farben dadurch noch mannigfaltiger werden. Wenn dazu noch die Landschaft dementsprechend ist, könnte ich mich darin stundenlang verlieren, zeichnen, malen, träumen. Leider habe ich nicht viel Zeit für derartige Träume, denn der späte Nachmittag geht in den Abend über und es wird dunkel, sodass sich das Bild auf der anderen Seite des Fensters wie eine dunkle Endlosschleife entlang zieht und sich ausschließlich der Mond als heller, einsamer Fleck am Himmel davon abhebt.
Nach einem Umstieg sitze ich endlich in einem ICE und habe mittlerweile zu den Zeilen hier weiter an meinem ersten Buch geschrieben und Gedanken festgehalten, die ich schon lange einmal festhalten wollte. Trotzdem bin ich froh, dass ich statt in einem RE nun in einem schnelleren ICE sitze, der nicht bei jedem Kaff hält. Ich bin wirklich kein ungeduldiger Mensch und ich genieße die Ruhe wirklich sehr, aber ich finde es auch schön nach einem langen Tag endlich wieder nach Hause zu kommen. Und das ist wohl das einzige was ich im Zug nicht habe, aber daheim: Das Gefühl zu Hause zu sein.

Sonntag: Zeit für Pfannkuchen und gerade Kopfkissen | Blogentwicklung

Als ich mit Bloggen angefangen habe, hatte ich einen richtigen Blogplan – in Excel als Tabelle mit Thema und Bildbeschreibung, Datum und Kategorie (an dieser Stelle kein weiterer Kommentar!). Ich dachte, dass es mit Plan einfacher sei und ich dann die Themen über die ich bloggen möchte besser ordnen und aufeinander abstimmen kann. Zunächst habe ich Dienstag und Freitag gebloggt, dann bin ich auf Donnerstag und Sonntag umgestiegen, womit ich mich insgesamt sehr wohl fühle und die Hand voll Menschen (und Dich, denn Du liest diesen Artikel gerade :)), die ich erreiche hoffentlich auch. Den Blogplan habe ich schon seit über einem halben Jahr nicht mehr. Es hat mit uns nicht sein sollen und ich habe mich von ihm getrennt, was im Nachhinein betrachtet die beste Entscheidung war, denn dieses ganze Planen war unheimlich anstrengend und ich habe irgendwann gemerkt, dass mir relativ automatisch entsprechende Themen kommen und ja nicht immer alles passen muss (ich stehe zu meiner chaotischen Seite! :)).
Da sitze ich lieber sonntags im Bett esse Pfannkuchen mit Zimt und Zucker (der Puderzucker war alle und ich musste improvisieren) und lasse es mir schmecken und schreibe genau darüber: über Pfannkuchen und gerade Kopfkissen.
Der Titel ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig und nicht sonderlich durchsichtig, aber dazu komme ich noch. Zu den Pfannkuchen: Pfannkuchen und Crêpes mochte ich schon als Kind und damals auch schon wie heute eher die schlichte Variante mit Zimt und Zucker oder auch Puderzucker, Marmelade oder Schokocreme. Der Genuss an dieser einfachen Variante ist bis heute geblieben und wenn ich mal Lust auf etwas Süßes habe, mache ich mir sehr gerne Pfannkuchen. Meist am Wochenende, denn da ist dann mehr Zeit um diesen Leckerbissen angemessen zu genießen. Besonders heute haben sich die Pfannkuchen angeboten, weil ich schon heute morgen in absoluter Sonntagsstimmung war: Gemütlich im Bett aufwachen, nochmal umdrehen und länger liegen bleiben, entspannt zum Bäcker und auf dem Weg dorthin beschließen, dass es heute ein Tag wird an dem ich auf mich und meinen Körper höre: Mein Körper ist pro entspannen und contra to do-Liste, außerdem für maximal eine Wäsche waschen und das Kopfkissen gerade rücken (Pseudo-Aufräumen im minimalistischen Stil). Das alles finde ich bisher großartig, sitze mit guter Musik im Ohr und einem Bissen vom Pfannkuchen im Bett und schreibe. Und jeder der bloggt weiß, dass Bloggen entspannend ist bzw. sein sollte – das habe sogar ich nach den ersten drei Monaten als Blogger gelernt und es fühlt sich toll an und schmeckt sogar auch mal sehr lecker 🙂

Für die leckeren Pfannkuchen
200 ml Milch (ich nehme mittlerweile nur noch Sojamilch, Mandelmilch o.Ä.)
100 g Mehl
1 EL Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Ei
etwas Sonenblumenöl für die Pfanne
Die Zutaten in eine Schüssel geben, rühren und dann kellenweise in eine beschichteten Pfanne geben bis sie fest und goldbraun sind, kurz wenden, auf einen Teller und genießen.
On top: Zimt und Zucker, Puderzucker, Marmelade, Schokocreme, Zuckerstreusel, geschnittenes Obst wie Banane, Apfel oder Erdbeeren… was immer Du denkst was schmecken könnte 🙂

Guten Appetit (ich bin gerade am letzten Pfannkuchen :)) & herzlichst ♥ Caro

Entschleunigung: Einen Ausschalter to go, bitte!

Ausmachen! Sofort! Und erst wieder anmachen, wenn ich Lust dazu habe oder erst mal gar nicht bis zum nächsten Tag oder auch bis zur nächsten Woche! Ich hätte gerne einen Ausschalter für negative Gedanken, nervige Erlebnisse, schlechtes Wetter, miese Laune, himalayaartige Stimmungsschwankungen, zu viele Menschen, laute Geräusche, ekelhafte Gerüche und unaufgeräumten Kram um mich herum. Jetzt! Danke.

Das mit dem Leben habe ich mir manchmal einfach ein wenig anders vorgestellt. Insgesamt etwas einfacher, etwas unbeschwerter und vor allem eines: frei und langsam. Wenn ich vor die Tür gehe (Richtung Stadtzentrum wird alles noch etwas intensiver), viele Menschen sehe, die viel zu schnell zu unwichtigen Terminen hetzen und zu viel brauchen oder tragen oder haben. Was bewegt sie, von den schnellen Schritten mal ganz abgesehen? Was treibt sie an? Oder ist jemand hinter ihnen her? Und ist das gesund? Ich glaube nicht, selbst wenn ich jetzt anfange mit positivem Stress zu argumentieren, glaube ich nicht, dass das gesund sein kann. Frei und langsam sieht anders aus!

Irgendwann mit meinen damals noch 30 Jahren (jetzt bin ich 31), vielleicht war ich auch noch etwas jünger, bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass ich auch und viel zu oft hetze, renne (wegen was auch immer und fragt nicht nach meiner Laune damals ab und an) und dabei vergesse zu atmen. Atmen ist wichtig. Atmen ist lebensnotwendig. Ich brauche Luft zum Atmen. Ich bin für Luft zum Atmen, freie Flächen zum Entfalten, Einfachheit in jeglicher Form und ganz viel Langsamkeit und Entschleunigung. So stelle ich mir das vor und das alles dann bitte auf einem Tablett und to go für unterwegs. Heute nennt sich das Entspannungsplaylist/Kopf ausschalten auf Knopfdruck für jeden, der die Zeit hat und den passenden Schalter findet, freie Fläche für Gedanken und Einfachheit inklusive. Manchmal suche ich noch den Schalter, aber es wird immer besser und wenn ich ihn finde, verschwindet manchmal alles als säße ich in einer luftdurchlässigen, aber geräusch-, geruchs- und gedankendämmenden Blase – herrlich! In diesen Momenten fühle ich mich dann tatsächlich etwas freier, etwas leichter und etwas langsamer 🙂

freier_leichter_langsamer.jpg

Anbei zwei schöne Playlisten von Spotify [unbezahlte Werbung: Name], die ich zum Entspannen, Meditieren und sogar zum Fitnessprogramm am Morgen daheim auf der Matte empfehlen kann:
– Ambient Chill
– Yoga & Meditation

Habt ihr Euren Ausschalter schon gefunden?

Fotostrecke: Hannah Träum Weiter

Wandern: Zwischen Entspannung und Blasen an den Fersen

Ich liebe es spazieren zu gehen, am liebsten in der Natur, im Wald, an einem Fluss entlang und am liebsten so, dass ich keine anderen Geräusche wahrnehme als das Vogelgezwitscher und den Wind, der durch die Blätter weht.

Die Wanderschuhe
Wandern, die etwas ausgedehntere Variante von spazieren gehen begleitet mich schon eine Weile (seit Kindesbeinen um genau zu sein und damals fand ich das semi-toll, je nach Laune auch mal gut bis sehr gut), aber war in den letzten Jahren eine eher selten ausgeübte Aktivität. Dennoch (auch im Zuge weiterer geplanter Wandertouren) lag es nahe, sich endlich mal ein gutes Paar Wanderschuhe zu kaufen. Wie bei anderen Schuhen für spezielle Aktivitäten (Reiten, Joggen, Ballett,…), benötigt man nämlich auch für das Wandern besonderes Schuhwerk. Hier wird dann von Wald- und Wiesen-Wanderschuhen bis hin zu Hardcore-Bergsteiger-Wanderschuhen, von wasserdicht mit Gore-Tex bis hin zum geschmeidigen Volllederschuh mit unterschiedlichsten Fußbreiten so ziemlich alles angeboten. Nach zwei Besuchen im Fachhandel und weiteren Recherchen im Internet (nach einiger Zeit war ich dann schon Halbexperte im Gebiet Schuhsohlen von Wanderschuhen auf Stein und Waldweg), hatte ich endlich ein Paar von Lowa gefunden, das die meisten Anforderungen erfüllt und auch wenn die Farbe beim Wandern keine Rolle spielt: Die Wahl zwischen der Kombination dunkelblau/lila und schiefer/türkis weckte die modebewusste Seite an mir dann doch.

Einlaufen von Wanderschuhen
Nach dem Schuhkauf ist zu empfehlen die Wanderschuhe vor der ersten großen Wanderung einzulaufen, damit etwaige Druckstellen beseitigt werden können und sich der Schuh insgesamt besser an den Fuß anschmiegt. Bei meiner Schuhwahl, einem luftdurchlässigen Lederschuh, standen die Chancen 50/50, dass sich die Druckstellen und Blasen in Grenzen halten, da Leder im Normalfall noch einmal mehr nachgibt als Schuhe aus anderen Materialien wie Textilien, synthetischem Leder etc.

Der Wanderschuh-Einlauf-Weg
Beim Weg hatte ich überlegt, ob eine kleine Zwei-Stunden-Tour reicht oder eine größere Tour vielleicht besser ist, um die Grenzen beim Schuh auszutesten bzw. um ananas_petersilie_eisherauszufinden an welchen Stellen es drücken könnte. Die große Tour hat schließlich gewonnen: Ein Mal zum Cospudener See und zurück mit einem kleinen Stopp bei ‚Brot und Kees‘ (hier gab es ein exotisches Ananas-Petersilie-Eis – die Schuhe machen nämlich auch mutig :)), dem Sandstrand am Cossi und dem ‚Glashaus im Clarapark‘. Die Strecke umfasste dann insgesamt:
– 20,7 Kilometer
– 6 Stunden (mit Pausen)
– 28.297 Schritte
– 1 Stockwerk (wo auch immer das herkam)
– Waldwege/Wege mit steinigem Untergrund und geteerte Wege im Verhältnis 60/40

Von der ganzen Strecke fand ich die Waldwege bei denen die Bäume rechts und links empor ragten am Schönsten. Das Gefühl von Ruhe und vollkommener Entspannung stellt sich in diesen Momenten ein als gäbe es in mir einen Schalter, der mich und meine ganze Energie auf das geringste Maß senkt, meine Gedanken zum Schweigen bringt und mich in eine Welt eintauchen lässt, die so viel Wohlfühlatmosphäre und Natürlichkeit mit sich bringt, so viel Gelassenheit ausstrahlt und mich von jetzt auf gleich zufriedener, ruhiger und ausgeglichener macht. Auch wenn ich nach nicht ein mal zwei Stunden wandern schon die Druckstellen an den Fersen gemerkt habe (die Blasen rechts und links waren nicht zu vermeiden, der Muskelkater geht einigermaßen), war der Weg jeden einzelnen Schritt wert. Jeder Schritt war Entspannung pur, jeder Schritt hat mich meinem Ziel die Schuhe richtig einzulaufen näher gebracht, jeder Schritt hat mir gezeigt, dass ich mit den Wanderschuhen eine Entscheidung getroffen habe, die ich, trotz nicht ganz unerheblicher Schmerzen an den Füßen und in den Beinen, nicht bereuen werde, jeder Schritt hat mir bestätigt, dass meine Leidenschaft für Spaziergänge und die Natur mitunter die schönste ist, die ich habe und nun auch professionell genießen kann.
entspannung_waldweg

Fazit
Schicke und tolle Wanderschuhe, eine ruhige, schöne Wandertour, die mich mal wieder unheimlich entspannt hat. Zum Einlaufen würde ich das nächste Mal (also bei den nächsten Wanderschuhen) eine kleinere Tor von zwei bis drei Stunden wählen.

Hast Du auch Wanderschuhe? Und wenn ja, hattest Du auch Blasen bzw. wie war Deine Einlauftour?

– unbezahlte Werbung: Locations & Name –

Achtsamkeit: Warum ich gerne nachhaltig lebe – mit mir selber!

Hmmmm… irgendwie möchte es momentan nicht so wie ich es gerne hätte (dieser Blogbeitrag hat kein Beitragsbild!). Angefangen bei meiner Motivation Wäsche zu waschen (gestern habe ich es dann doch mal geschafft) bis hin zu dem Chaos, dass sich in meiner Wohnung und meinem Schreibstisch gerade breit macht: Papierkram, Stoffe zum Nähen, Bücher, Stifte, Zeitschriften, Nähsachen, Wäsche die Löcher hat und genäht werden soll, Einmachgläser (ursprünglich Honiggläser), die noch keinen Platz gefunden haben, unterschiedliche Öle für ein hausgemachtes Wimpernserum (ich liebe solche Experimente! :)), eine leere Glasflasche mit Pfropfen, Notizbücher, ein Locher, ein Tacker, Klamotten.
Gestern Abend habe ich viel zu spät für das Mittagessen heute angefangen zu kochen, aber Hauptsache ich habe es mal wieder geschafft eine Runde laufen zu gehen. Dennoch habe ich das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen. mein Schreibtisch gleicht dem Sammelsurium an undefinierbarem Kram, auf meinem Bett stapeln sich sieben Bücher, die ich gerne lesen möchte (an zweien bin ich so halb dran), und insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich einfach zu nichts komme und nichts hin bekomme.

Vielleicht ist es so. Na, und!

Dann bin ich eben mal weniger produktiv, effizient oder effektiv (die Definition ist an dieser Stelle mehr als irrelevant) und schaue, dass es mir gut geht, dass ich mich wohl fühle (trotz Chaos in der Wohnung) und dass ich trotz allem zufrieden bin.
Sollten wir nicht alle nachhaltiger leben? Vielleicht auch oder besonders mal mit uns selber? Wenn ich nun doch nicht dem Drang widerstehen kann den Schreibstisch aufzuräumen, Kisten im Keller auszumisten, die sieben Bücher bis zum Abgabetermin in der Bibliothek zu lesen und dazu noch regelmäßig Sport zu treiben, dann ist das vollkommen in Ordnung, solange ich mich wohl fühle, mich nicht hetze und auf meinen Körper höre. Wenn ich aber merke, dass ich zu der Hälfte der Sachen im Moment weder die Lust noch die Energie habe und diese lieber in andere Dinge stecken möchte, dann kann ich damit leben, denn es bringt mir am Ende nichts, wenn ich die Sachen nur halbherzig erledige und dadurch auch noch negative Energie verspüre.

Und nun?

Nun gehe ich Kaffee kaufen, weil ich den die letzten zwei Mal beim Einkaufen vergessen habe, aber nun unbedingt einen trinken möchte. Und wer weiß, vielleicht habe ich dann sogar noch zehn Minuten Zeit, Lust und Energie ein klein wenig von dem Chaos in meiner Wohnung zu beseitigen 🙂

In diesem Sinne: Auf das Chaos! Und geht es Euch auch manchmal so?

Warten: Wenn die Zeit zum Freund wird…

Warten?

Warten.

Auf was?

Warten am Bahnsteig. Warten beim Arzt. Warten an der Supermarktkasse. Warten ist manchmal leichter gesagt als getan. Wenn die Beine schwer werden, weil der Zug 30 Minuten Verspätung hat und alle Sitzplätze am Steig schon besetzt sind. Wenn Patienten, die nach Dir gekommen sind vor Dir dran kommen, weil sie einen Termin haben und Du nicht. Die Ungeduld, die sich an der Kasse breit macht, weil die nächste Verabredung in 20 Minuten ist.

Warten.

Zeit wird zu einem zähen Kaugummi, der sich länger als gewollt zieht, ganz dünn wird an manchen Stellen und fast zu reißen droht, im letzten Moment aber doch nicht reißt, sondern hält. Ungeduldig schaust Du auf die Uhr, nimmst Dir eine Zeitschrift, lenkst Dich ab, um nicht genervt und angespannt warten zu müssen. Du versuchst an etwas anderes zu denken als an die Zeit, die nicht vergeht. Ansonsten hast Du gefühlt nie Zeit. Immer ist irgendwas wichtiger, muss noch erledigt werden, steht ganz oben auf der to do-Liste.

Und was wäre, wenn Du dich mit deiner Wartezeit verbündest? Was wäre, wenn Du einfach inne halten würdest und Dich nur auf Dich konzentrierst in dem Moment? Was wäre, wenn Du still stehst und Dir eine kleine Pause vom alltäglichen Trott gönnst?

Übung

Wenn Du das nächste Mal wartest, schließe die Augen oder fokussiere einen Punkt und atme bewusst tief ein und aus. Konzentriere Dich dabei nur auf Deine Atmung. Merkst Du wie Du ruhiger wirst? Merkst Du wie Du entspannst? Merkst Du wie die Zeit zu Deinem Freund wird und Du das Warten genießt?

Beauty: Gesichtspflege mit Honigpeeling und Honigmaske

Der Alltag kann manchmal ganz schön hektisch sein. Besonders in der heutigen Zeit, ist die Zeit, die wir zum Entspannen haben sehr begrenzt. Zum Ausspannen muss es nicht unbedingt ein teures Spa sein. Die eigenen vier Wände eignen sich auch dafür – mit Wanne, wohlriechendem Badeschaum und Kerzen. Und falls ihr keine Wanne habt, leiht Euch die von Freunden oder Bekannten aus.

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Egal, ob wir uns wie ausgekotzt fühlen oder einfach abschalten möchten: Um nicht nur Körper und Geist zu entspannen, sondern im Optimalfall auch dem äußeren Erscheinungsbild in positiver Weise eine wahre Wohltat zu erweisen, empfehlen sich Peelings und Masken, die sich durch eine einfache Anwendung mit dem alltäglichen Schmutz, unseren verstopften Poren und unschönen Hautunreinheiten auseinandersetzen, ohne dass wir dafür einen Schritt vor die Tür machen müssen. Die meisten Zutaten für das Honig-Peeling und die Honig-Maske haben wir daheim: Honig, Mandeln und Zitronensaft.

Reinigende und hautberuhigende Pflege mit Honig

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Gesichtspeeling
1 Esslöffel Honig
2 gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Zitronensaft
Anwendung
Die Mandeln mahlen und mit dem Honig vermengen. Anschließend den Zitronensaft dazugeben. Das Peeling mit kreisenden Bewegungen in die zuvor gereinigte Haut einmassieren und 15 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen und das Gesicht abtrocknen.

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Gesichtsmaske
1 Esslöffel Honig
Anwendung
Die Maske auftragen und 15 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich mit kaltem Wasser abspülen, das Gesicht abtrocknen und wie gewohnt eincremen.

Tipp
Wer die geöffneten Poren durch das Baden und die Wärme nutzen möchte: Das ist der beste Zeitpunkt, um sich nervigen Mitessern und tiefer sitzenden Pickeln anzunehmen.

Schöne Entspannung Euch ♥